Anpassungsfähigkeit im urbanen Raum

Charles Darwin und die Wiener Bienen

Die urbane Imkerei ist am Puls der Zeit. Nicht nur wir Menschen finden uns weltweit in einem zunehmend städtischen Lebensumfeld wieder. Flora und Fauna gewöhnen sich mal schneller, und mal gar nicht an die sich rasant ändernden Umweltfaktoren. Versuchen wir Städter, den Bienen im Anthropozän eine helfende Hand zu reichen.

Seit tausenden Jahren sind Bienen ein hervorragendes Vorbild für ihre Wahrnehmung externer Faktoren. Die Symbiose der Bienenvölker mit den Menschen und auch das ungebändigte Überleben der Wildbienen funktioniert in allen Erdteilen unterschiedlich. Trotzdem gibt es kaum Kulturen, die diese Wesen, sowie die Errungenschaften der Imkerei nicht schätzen. Überall haben die Bienen ihren Platz gefunden und sind aus dem Ökosystem nicht mehr wegzudenken.

Ich bin zwar kein großer Fan Darwins, doch „the Fittest“ dürfte nicht als stärkstes, sehr wohl aber als anpassungsfähigstes Wesen im Spiel der Arten und Generationen betrachtet werden. Für Mensch und Tier ist eine Reaktion auf äußere Veränderungen völlig natürlich und zu einem gewissen Maß auch zuträglich.

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I pondered for a while how we can help bees to survive in the city.  Read, Act, Share.

Nicht nur ich als Mensch möchte offen sein für Veränderung, um mich in meinem Lebensumfeld zu verwirklichen und wohl zu fühlen – und Achtung – Darwins Lehre ist nicht als bedingungsloser „Blend In“ zu verstehen, in dem man sich selbst zugunsten eines harmonischen Gesamtbildes aufgibt. Menschen verändern Menschen und ihr räumliches Umfeld. Gegen so manche Veränderung lehnen sich Mensch und Tier zu Recht auf, doch würde ich sie deshalb nicht als „Gewohnheitstiere“ bezeichnen. Bienen sind ebenso großartige Gestalter, und sollten nicht als passive Teilhaber eines natürlichen Schauspiels betrachtet werden. Deshalb werde ich es den zahlreichen Stadtimkern gleich tun und nicht nur mich selbst in das Big City Life hineinstürzen, sondern auch den Bienen, höflich und sanft, das Stadtleben vorstellen.

/Urban beekeeping, as I call it, keeps pace with the times. Not only us human beings find ourselves in an increasingly urban environment worldwide. Flora and Fauna adapt, some a little more, some a little less to environmental factors. In the geological age of the anthropocene, us urbanites can lend helping hands to the bees.

For thousands of years, bees have been a perfect example of survival thanks to their awareness for external factors. The symbiotic relationship of bees and humanhood, as well as the untamed survival of wild bees came into being in all of the continents in a different manner. However, there are hardly any cultures that don’t cherish bees and the achievements of apiarists. Bees as an integral part of the ecosystem, take their rightful place all over.

Even though I am not that much into Charles Darwin’s ideas, „the fittest“ may not be understood as the strongest species, but indeed as the most adaptable one. The reaction to external changes has always been natural and, in moderation, beneficial to humankind and animals.

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A City Bike and a Selfmade Daisy Necklace – My Partners in Crime

Not only I want to be open to change in order to realise myself and feel well in my living environment – but beware: Darwins teaching shall not be understood as an uncondtional „Blend in“, in which I give myself up in favor of a harmonious whole. People changes each other and their spatial surroundings. Of course, we all rebel against certain changes and justifiably so, but I wouldn’t say that people naturally resist all kinds of alteration. Bees are amazing creators alike and shall not be seen as passive attendees within the natural spectacle. That’s why I’ll follow suit with all the urban apiculturists. Along with my own rush into the big city life, I will gently present it to the bees.